Finnland und die Schuldenkrise | ein Denkzettel für Europa

Es vergeht kein Tag, an dem in den Medien nicht von der Euro-Krise, den Schulden der Euroländer und dem sogenannten Rettungsschirm zu hören und zu lesen ist. Auch Finnlands Einstellung zu diesem Thema hat für öffentliche Diskussionen gesorgt, denn die sie hat die Euro-Skeptiker als große Gewinner auf den Plan treten lassen.

Wie will Finnland der Schuldenkrise begegnen?

Wie bereits schon vor Kurzem auf diesem Blog erwähnt, hat die rechtspopulistische Partei „Wahre Finnen“ die letzte Parlamentswahl mit ihrem Vorsitzenden Timo Soini haushoch gewonnen. Hier stehen die übermächtigen „Rettungsversuche“ des Euros auf dem Prüfstand, denn für finnisches Verständnis geht es offenbar zu weit, das Finnland für die Fehler und Misswirtschaft der anderen zahlt. Schade, dass Frau Dr. Merkel das nicht auch so sieht! Finnlands Regierung in Helsinki spielt in der Schuldenkrise nämlich neben Deutschland eine wichtige Rolle und die Partei der „Wahren Finnen“ könnte großen Einfluss auf die Entwicklung haben. Finnland verfügt ebenfalls über eine hervorragende Bonitätsnote und seine Zustimmung zu festgelegten Euro-Rettungsmaßnahmen ist daher unerlässlich.


Finnland, die Schuldenkrise und die Politik

Die Finnen haben mit ihrer Wahl bewiesen, dass sie nicht an Hilfen für klamme Euroländer interessiert sind. Sie haben erkannt, dass die Politiker die Finanzmärkte mit ihrem Rettungsschirm überzeugen wollten und leider ihre Bürger darüber vergessen und im Stich gelassen haben. Sie fühlen sich nun zurecht getäuscht, denn erst wurden Hilfen ausgeschlossen und nun ist sogar von Garantien die Rede. Finnlands Beitrag zur Schuldenkrise soll 1,4 Milliarden Euro schwer sein, der Deutschlands sogar 22 Milliarden. Tja und woher kommt das Geld? Vom Steuerzahler natürlich.

Was Finnland über die Schuldenkrise denkt

Die finnische Gewinner-Partei hat erkannt, dass die Politiker hier nicht den Euro, sondern die Banken retten, die bislang noch nicht einmal auf wenige Prozent verzichten mussten. Den anderen europäischen Staatsmächten sollte der Sieg der „Wahren Finnen“ eine Warnung sein. Sie müssen schleunigst ihre Fehler korrigieren und ehrlicher zu ihren Bürgern sein und die Gläubiger an der Staatenrettung beteiligen, denn Finnland versteht die Schuldenkrise besser als die Meisten und hat erkannt, dass ohne Unterstützung der Menschen in Europa die Gemeinschaftswährung tatsächlich massiv bedroht ist. Danke Finnland! Interessanter Artikel hier im Focus!

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